Artists Portfolio of Fleur Bille


Artists Portfolio of Fleur Bille

 
Deutsch
English
 

Ist es echt, das was ich sehe
Auch der Grund, auf dem ich stehe?
Unterscheidet uns das Fühlen?
Wann erscheint die Welt uns gleich?

Fleur Bille

2005, TAROT
Seit meiner Kindheit an war ich von okkulten Dingen wie Tarot, Astrologie und verschiedenen Orakeln fasziniert. Ich erinnere mich wie mir meine Mutter mit sieben Jahren ein Astrologiebuch in die Hand gab, dass sie zufälligerweise beim Frühjahrsputz wiederentdeckte. Ich verschlang es sofort. Das, was ich in diesem Buch entdeckte und las, fand ich damals sehr aufregend. Etwa zur selben Zeit stieß ich auf das Thema Kartenlegen. Ich spielte und experimentierte auf kindliche Weise mit verschiedenen Systemen bis ich das Tarot kennen lernte. Ich entdeckte die vielfältige Bildersprache dieser geheimnisvollen Karten und war immer wieder erstaunt, wie gut sie die Realität bzw. das eigene Gefühlsleben abzubilden vermochten. Die farbenfrohen Tarot-Kunstwerke zogen mich in den Bann und wurden von da an ein Teil meines Lebens. Das Experimentieren mit diesen Karten bestärkte mich in dem Glauben an ein kollektives Bewusstsein, der tiefen Verbundenheit aller Existenzen und einer allgegenwärtigen Energie. Ich besitze heute eine kleine Kollektion von verschiedenen Kartensets und Tarot-Künstlerkarten. Mein besonderer Schatz sind die wunderschönen Motive von Salvador Dali. Die Welt der Mystik und der Orakel, allen voran das Tarot, ist zu einer unerschöpflichen Inspirationsquelle meines künstlerischen Schaffens und meines Alltags geworden und gab mir zudem 2005 den Anstoß, mich ernsthaft und professionell mit Kunst und Malerei auseinanderzusetzen.

2006 / 2007, TRÄUME
Träume gelten seit jeher als Inspirationsquelle für Künstler. Insbesondere unsere Nachtträume sind assoziativ, chaotisch und voller Bilder und Symbole. Sie spiegeln unsere unbewussten Ängste sowie Wünsche und Sehnsüchte wieder und bilden eine Synthese mit unserem emotionalen Erleben und Denken. Niemals fühlen wir authentischer als beim Träumen. Für Siegmund Freud waren sie eine Art Spiegel, in denen er das Unbewusste betrachten konnte. Er entwickelte einen Entschlüsselungscode, um die Traumbilder zu deuten. Er brachte damit unterdrückte oder verdrängte Ereignisse ans Licht, die er als Ursache psychischen Leidens sah. Künstler hingegen scheinen Botschaften zu verschlüsseln, ob bewusst oder unbewusst. Wunderbarerweise wird dem Betrachter dadurch eine Plattform für verschiedenste, individuelle Deutungsmöglichkeiten geboten, die so farbenfroh und mannigfaltig sind, wie die Menschen selbst. Und so wandelbar in Abhängigkeit von Gemütszustand, Zeit oder eigener Wahrnehmung, betritt er eine Reise in die ureigene Phantasiewelt.

2007 / 2008, KINDER, KINDHEIT
Bei den Protagonistinnen neuerer Werke finden sich kindliche Züge, wie große Köpfe und Augen, zartes Kinn sowie kleine Nasen und Münder. Sie stehen für Unschuld, Reinheit, vorurteilsfreie Offenheit, spielerischer Neugier, bunte Phantasie, Authentizität und absolute Ehrlichkeit. Kinder sind eine unglaubliche Inspiration, nicht nur für die Kunst, sondern für unser Leben. Frei von schweren Erfahrungen und komplexem Wissen besitzen sie eine reine, naive Intuition für die wirklich wichtigen Dinge unseres Daseins: Liebe, Gerechtigkeit, Freude und Mitgefühl. Sie sind meist noch weitgehend frei von gesellschaftlichen Zwängen, starren Ansichten und Regeln, Vorurteilen und dem gleichbleibenden Alltagstrott. Ihre Wahrnehmung ist offen und assoziativ, gepaart mit einer unglaublichen schnellen frischen Auffassungsgabe und einem Hunger nach neuen Erfahrungen. Manchmal hat man den Eindruck, dass Kinder über ein gar göttliches Wissen verfügen, dass uns selbst verborgen ist. Erinnere ich mich an meine Kindheit, fand ich damals viele prototypischen Erwachsenen-Eigenschaften "doof". Ich wunderte mich über sehr träge, ernste, lust- und ideenlose sowie gehemmte und extrem kontrollierte Menschen. Und ich fragte mich, ob ich auch mal so werden würde bzw. ob es zum Erwachsenwerden dazugehörte? Es schien mir nicht erstrebenswert. Andererseits traf ich auch auf Menschen, die sich eine kindliche Art erhalten hatten: Sie waren lebendig, phantasievoll, unberechenbar, vielleicht auch etwas verdreht, und ich vergötterte sie. Alles im allem wünsche ich mir, das wir die Welt hin und wieder durch unsere eigenen Kinderaugen betrachten, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick.

DANKE
Ich möchte den lieben Menschen danken, die mir mit viel Geduld, Liebe und Unterstützung bei allem, was ich tue, zur Seite stehen: Da wären zunächst meine Eltern, die mich schon seit frühester Kindheit an stets zum kreativen Schaffen ermutigten und förderten. Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, mich frei zu entfalten und dabei gleichzeitig stets die schützende Hand über mich gehalten. Außerdem danke ich der großen Liebe meines Lebens für die letzten zehn Jahre voller Liebe, Inspiration und Abenteuer. Ich danke für die wertvolle Kritik und Hilfe, welche der Motor meiner künstlerischen wie menschlichen Weiterentwicklung ist.


 
2005, TAROT
Since my childhood I was fascinated of occult things like tarot, astrology and different oracles. I remember my mother giving me, a seven-year old girl, an astrology book that she found coincidentally at spring-cleaning. I simply devoured this book. What I discovered and read was very exciting for me. About the same time I hit on fortune-telling. So I played and experimented in a childlike way with different kinds of fortune cards until I got to know the Tarot. I discovered the manifold metaphorical language of the arcane cards and was consistently astonished how close they could picture my emotions and reality. The colorful tarot-art fascinated me and became part of my life. The experience with these cards confirms my belief in collective subconsciousness, a deep connection between all existing beings and an omnipresent spirit. Today I own a small collection of different tarot-sets. My very treasure is the beautiful collection of Salvador Dali. The world of mystic and oracle, particularly the tarot, is an inexhaustible source of inspiration for my work and everyday life. Tarot gave me impetus to look into art and painting wholehearted and professionally.

2006 / 2007, DREAMS
Dreams have always been considered as inspiration for artists. In particular our dreams at night are associative, chaotic and full of images and symbols. They reflect our unconscious fears, desires and aspirations and synthezise with our emotional experiences and thinking. We never feel more authentically then in dreaming. For Sigmund Freud dreams had been a kind of mirror in which he could look at the unconsciousness. He developed a decoding scheme to interpret visions. Freud brought suppressed incidents to light that he regarded as the cause of psychological strain. However, artists seem to encode messages, conscious or unconcious. Fortunately, with this code, they create a platform for many different interpretations that are as colorful and various as mankind. The beholder enters a journey to its own land of fantasy dependend on affection, time and perception.

2007 / 2008, CHILDREN, CHILDHOOD
The protagonists of my newest work show childlike features such as big heads and eyes, a delicate chin and small noses and mouths. They stand for innocence, purity of soul, frankness without prejudice, playful curiosity, authenticism and forthrightness. Children are an incredible inspiration, not only for art, but for our life. They are free from heavy experiences and extensive knowledge, thus they do own innocent intuition for the very important things in life: Love, justice, elation and compassion. They are mostly exempt from social constraint, rigid opinion and rules, prejudice and constant daily routine. Their perception is open and associative paired with quick and fresh comprehension and a hunger for new experiences. Sometimes I feel that children possess divine knowledge we can not see. Remembering my childhood I thought that many prototypical grown-ups were "stupid". I was wondering about very inactive, severe, halfhearted and uninspired people. I wondered if I was going to be the same when I grow-up. It did not seem worthwhile. On the other hand I met adults who kept a childlike manner: They were agile, imaginative, incalculable and maybe a little bit crazy, what I adored. Altogether I wish that we behold the world through our own children’s eyes, even though for a short moment.

THANKS
I want to thank the lovely people who stand by my side with a lot of patience, love and support, whatever I do. At first I thank my parents who encourage and elate me to creative producing since my earliest childhood. They gave me the opportunity to develop freely and, at the same time, held a protective hand over me. Furthermore I thank the love of my life, for the last ten years of love, inspiration and adventure. I thank for the precious review and help that is the engine for my artistic and human advancement.